Nathanaels „Geisterseherei“

Melancholie und Leben Die Unmöglichkeit, sich vorzustellen, dass der kränkliche Nathanael eine gesunde Beziehung mit Clara führt, lässt die Frage entstehen, wie es um die Verfassung jenes Charakters bestellt ist, dass er nicht umhin kann, zu scheitern. Die Antwort ist häufig auf die Formel gebracht worden, in Nathanael begegne dem Leser eine Figur, die an den Folgen eines schrecklichen Traumas leide. Das Nachdenken über das eigene Geschick hat viele Gesichter: Der Melancholiker betrachtet die erlebte Zeit als die verlorene Zeit. So erlebt Nathanael den Vater beim Erscheinen des Sandmanns: in melancholischer Starre versunken. Doch nicht nur über den Vater, sondern…

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