Das Leben als Roadmovie

Kleist

Heinrich von Kleist

Seit Heinrich von Kleist im März 1799 den Abschied von Militär genommen hatte, trat er als Reisender in Erscheinung. Gewissenhaft vermerkte er, was er bei seinen Reisen zu Gesicht bekam, womit er sich in seinen Vorstellungen beschäftigte. So war es ihm einmal, als überschlage sich nicht nur die Kutsche, sondern er sich selbst und schlage wie ein Brett gegen einen Baum. Der Unfall schien sich ihm damals wie natürlich aus seinem Leben zu ergeben, und zwar der Unfall in seinem ganzen Umfang. Größeres Unglück als das Reisen, pflegte er zu sagen, habe aber das Ankommen an sich, weil die Ankunft selbst wiederum fragwürdig sei.

Videoempfehlung:

„Unterwegs sein“ – das dem Bereich der Lyrik im NRW-Zentralabitur 2020 zugeordnete Leitmotiv kehrt in Heinrich von Kleists Biografie, in gewisser Hinsicht auch in seinen Novellen wieder.

Verfolgen Sie zunächst anhand des folgenden Beitrags aus der Sendereihe „Planet Schule“ Stationen in Kleists Lebens.

Dichter dran! Heinrich von Kleist / Planet Schule