Schlagwort: Neue Sachlichkeit

Und mein Herz blüht schwer

Doris – in die viel von der Biografie ihrer Schöpferin, der Berliner Schriftstellerin Irmgard Keun (1905 – 1982) eingegangen ist – ist eine der zentralen Gestalten der Literatur der Neuen Sachlichkeit. Die Wirklichkeit ist für Doris zunächst im Schaufenster zu finden. Doch zu ihrem Unglück ist Doris auch von Sehnsüchten bestimmt.

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Der Prinz

Joseph Roth: Der Prinz (Glosse vom 8.7.1922) Klausurtext und Aufgabenstellung EINLEITUNG Der vorliegende Text beschreibt das Leben des Prinzen Wilhelm nach der Abdankung des Kaisers. Der Text, in der Abendausgabe des „Vorwärts“ am 8.7.1922 erschienen, zeigt deutlich, dass sich der

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Der Roman „Fabian“ – littérature engagée?

Beobachtungen zum Protagonisten und zum Erzähler Erich Kästner ist in ganz anderem Sinne Erzähler als Franz Kafka. Während Kafkas Erzähler versuchen in das Innere der Figuren zu blicken – und daher die personale Erzählperspektive wählen –, betrachten Kästners Erzähler die

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Noch einen Moment. Bald ist es so weit!

Erich Kästner: Jahrgang 1899 Interpretation Einleitende Bemerkungen: Kästners Gedicht handelt von den Erfahrungen der Vertreter des Jahrgangs 1899, genauer: von den Erfahrungen der Männer, die in der Weimarer Republik beruflich gesehen Aufsteiger oder Absteiger waren und nebenbei Adolf Hitlers Aufstieg

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Der gekränkte Idealist

Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten Äußerlich scheint Fabian nicht viel anders als die Anderen geraten zu sein. Immerhin scheint er so attraktiv zu sein, dass sich die Frauen für ihn interessieren. Sein Charakter wird als passiv beschrieben. Als

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Erzähler verloren!

Über die Neue Sachlichkeit Der Erzähler ist, um es mit Walter Benjamin zu formulieren, eigentlich etwas „bereits Entferntes und weiter noch sich Entfernendes“ (Walter Benjamin: Der Erzähler. In: Der Autor als Produzent. Aufsätze zur Literatur. Reclam UB 18793: Stuttgart 2012,

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Der Sonderfall Hiob

Joseph Roths „Roman eines einfachen Mannes“ 1930 kommt Joseph Roths „Roman eines einfachen Mannes“ heraus. Es ist das Jahr der großen Krise, die wirtschaftliche Not ist unvorstellbar, die Tumulte der Arbeitslosen steigern sich ins Maßlose, auf dem Kurfürstendamm in Berlin

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Die Reportage

Aus dem Jahr 1929 stammt eine Bemerkung Siegfried Kracauers über den Stellenwert der Reportage in der Zeit der Weimarer Republik. Nicht zufällig ist dieser Bemerkung ein ironischer Unterton zu entnehmen. Ihr Gegenstand ist nämlich die Frage nach den Möglichkeiten realistischer

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Neue Sachlichkeit

Ganz ohne Fantasie scheint die Literatur der Moderne zu sein. Ihre Bilder wirken billig – entwertet durch das Dogma des Fortschritts. Das Erlebnis tritt in den Hintergrund. Es ist die Stunde der Wissenschaften und der Männer und Frauen ohne Eigenschaften.

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