Schlagwort: Hofmannsthal

Die Wahrheit ist dem Dichter zumutbar

Probleme zeitgenössischer Dichtung Von Ingeborg Bachmann stammt der Satz, dass eine neue Sprache eine neue Gangart brauche. In ihrer Frankfurter Poetik-Vorlesung vom 25. November 1959 geht es ihr hierbei vor allem um die Dichter und ihre Werke. Gerade die Dichter

Veröffentlicht in Dichtungstheorie, Hofmannsthal, Sprachreflexion Getagged mit: , ,

Wendezeiten

Hofmannsthals „Brief“ im geschichtlichen Kontext 1. Bruch mit dem mittelalterlichen Weltbild (Aspekte) Während sich auf dem europäischen Kontinent die Ländergrenzen neu ordnen, wird das englische Königreich unter Elisabeth I. zur Vormacht auf den Meeren (1588: Untergang der spanischen Armada). Auf

Veröffentlicht in Hofmannsthal, Moderne Getagged mit: , ,

Die Sprache als Grenze der Welt

Sprache des Kalküls vs. Sprache der Evidenz Die Sprache schiebt der Natur den Riegel vor – dieser Gedanke zeigt sich bei Wittgenstein, aber auch im Brief des Lord Chandos (Hofmannsthal). Die Sprache ist, da sie nur in Begriffen zu scharfer

Veröffentlicht in Sprachreflexion Getagged mit: , , , ,

Hofmannsthal: Ein Brief

Immer wieder ist die Frage nach der Intention des 1902 veröffentlichten, Epoche machenden „Briefs“ Hugo von Hofmannthals gestellt worden. Ist es die Frage nach dem eigenen Weg? Ist es eine Studie über die Biographie des österreichischen Dichters selbst, der sich

Veröffentlicht in Hofmannsthal, Moderne, Sprachreflexion Getagged mit: , ,

Nosce te ipsum

Dreißig Jahre nach der schwierigen Korrespondenz mit dem Lordkanzler Francis Bacon lebte Lord Chandos noch. Wie lange nachher, weiß man nicht. Im Alter soll er nicht mehr so einsam gewesen sein. Manche haben ihn in der Kirche gesehen, schlank wie

Veröffentlicht in Hofmannsthal, Sprachreflexion Getagged mit: , ,

Bei deiner Kuh

Bei deiner Kuh hast du Fried’ und Ruh. Die Natur schiebt der Sprache den Riegel vor. Warum also sollte die Kuh die Sprache gegen die Sprache gebrauchen?    Von der Wende zur literarischen Moderne ist die Rede, seit die Sprache

Veröffentlicht in Hofmannsthal, Sprachreflexion Getagged mit: , , ,

Ein brückenloser Abgrund

Kurze Typologie der Krise des Lord Chandos Die existentielle Krise des sechsundzwanzigjährigen Lord Chandos zeigt sich in der Unangemessenheit von Vergangenheit und Gegenwart, von Werk und Seele. Ein „brückenloser Abgrund“ (47,25) trenne sein gegenwärtiges Dasein von dem vergangenen, bekennt Lord

Veröffentlicht in Hofmannsthal, Sprachreflexion Getagged mit: , ,

Ein Brief an Francis Bacon

Die Pathologie der Ausdrucksformen Die Wirkung von Hofmannsthals Epoche machendem „Brief“ – am 18. und 19. Oktober 1902 in der Zeitschrift „Der Tag“ erschienen – beruht auf einem Paradox. Dieses führt die „geistige Krankheit“ des Absenders in selbstbewusst sich gebender

Veröffentlicht in Hofmannsthal, Sprachreflexion Getagged mit: , , ,

Vom „Tod“ der Sprache

„Sprachkrise“ und literarische Moderne Es ist ein langer Weg von Herder bis zur literarischen Moderne. Es ist eine lange Entwicklung vonnöten, bis einer wie Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) der Sprache nicht mehr viel abgewinnen kann. Sie sei auf ihre kommunikative

Veröffentlicht in Hofmannsthal, Sprachreflexion Getagged mit: ,