Schürzung des Knotens

Iphigenie

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Goethe: Iphigenie auf Tauris, II, 2

Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ gilt als klassisches Humanitätsdrama. Iphigenie verkörpert, was auszufüllen kein einzelner Mensch imstande ist: die „reine Menschlichkeit“, wie Goethe selbst, nicht ohne Selbstkritik, im Hinblick auf dieses Drama bemerkt.

In der vorliegenden Szene (II, 2) wird Iphigenie mit einem der beiden Gefangenen konfrontiert. Es handelt sich um ihren Cousin Pylades, den Gefährten ihres Bruders, der von Iphigenie jedoch nicht erkannt wird. Die Priesterin nimmt dem Gefangenen die Fesseln ab. Hierauf kommt es zu einem folgenreichen Gespräch zwischen der Priesterin und dem Fremden. Iphigenie erfährt, dass Troja zerstört worden ist.
Das wahre Ausmaß der Grausamkeit in Iphigenies Familie wird deutlich.

Den Text liegt ein Stoff aus dem Mythos über den Trojanischen Krieg zugrunde.

Ich habe die Szene in folgende Abschnitte eingeteilt.
V. 798–802: Vorführung des Gefangenen Pylades und Abnahme seiner Ketten,
V. 803–814: Freude und Neugier des Gefangenen,
V. 858–866: Pylades’ Bericht über den Untergang Trojas,
V. 878–900: Pylades’ Bericht über den schändlichen Tod Agamemnons,

[…]

Bei der Analyse der Szene richte ich mein Augenmerk insbesondere auf die Gefühle der Titelfigur. Wird die Unzufriedenheit der Priesterin in Empörung gegenüber den Göttern umschlagen? Lange hat sie sich im Einvernehmen mit den Göttern gewähnt. Lange hat sie vermutet, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familie durch die Göttin Diana gerettet worden sei.

[…]

Arbeitsauftrag:
Ergänzen Sie die Lücken in der Szenenanalyse.