Vom „Tod“ der Sprache

Hofmannsthal, Sprachreflexion

„Sprachkrise“ und literarische Moderne

Es ist ein langer Weg von Herder bis zur literarischen Moderne. Es ist eine lange Entwicklung vonnöten, bis einer wie Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) der Sprache nicht mehr viel abgewinnen kann. Sie sei auf ihre kommunikative Rolle, ihren bloßen Verkehrswert, herabgesunken und daher „so abgegriffen wie schlechte Münzen“ (Hugo von Hofmannsthal, GW X 413 [Aufzeichnungen 1896]). Es bildet sich das heraus, was in den Deutschbüchern als „Sprachkrise“ gehandelt wird. Natürlich liegen der Sprachkrise andere Gesetzmäßigkeiten zugrunde als die Gesetzmäßigkeiten der Sprache selbst.

  • Untersuchen Sie diese Gesetzmäßigkeiten, indem Sie die gesellschaftlichen Ursachen der Sprachkrise benennen!
  • Weitere Arbeitsanregungen:

  • Erschließen Sie die geschichtlichen Kontexte der Sprachkrise.
  • Stellen Sie sich vor, Sie unternähmen eine Zeitreise und gelangten bis an die Jahrhundertwende (1900). Welche prominente Person aus der Zeitgeschichte wäre für Sie von besonderem Interesse? Führen Sie ein Interview mit dieser Person!
    Mögliche Aspekte:
    Die Krise der Moderne – was heißt das für Sie?
    Andere Intellektuelle sehen dem neuen Jahrhundert mit Freude und Erwartung entgegen – Sie auch?
    Beschreiben Sie in drei Sätzen Ihr Verhältnis zur gegenwärtigen Politik in Europa!
  • Wer mehr machen möchte, informiere sich unter dem folgenden Link über Hugo von Hofmannsthals Epoche machenden Brief:

    Hugo von Hofmannsthal: Ein Brief