Der Alchemist

Faust

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Er hätte auch Paracelsus oder Simon Magus heißen können. Faust, der Übelbeleumundete, hat die Leute ständig in Atem gehalten. Der Fürst empfing einen guten Eindruck von Faust – nun, das ausgestellte Horoskop schien ihm sicher zu sein. Luther sympathisierte mit ihm, auch in jener Seele habe der Teufel sein Nest gefunden.

Der volle Name des vom Erkenntnistrieb durchwalteten Mannes war: Johann Georg Faust. Er wurde vermutlich 1478 in Knittlingen geboren. Dieser Faust, warum sollte er nicht mit Dämonen sprechen, heißt es in einer Quelle. Ihn trieben sein Genie oder seine Melancholie dazu, die ihm gesetzten Grenzen zu überschreiten.

Arbeitsanregungen:

  • „Genie“ und „Melancholie“ – die Wörter kommen in Goethes Faustdichtung nicht vor; dennoch zeigt, demonstriert der Text durchweg Genie und Melancholie. Wie geschieht dies im Eingangsmonolog (Faust. Erster Teil: Nacht)?
  • Vergleichen Sie Goethes Schöpfung mit dem, was Sie über den historischen Faust, den Alchimisten aus Knittlingen in Erfahrung bringen können. Diskutieren Sie, inwieweit sich Goethe von der historischen Vorlage gelöst hat. Erarbeiten Sie dafür einen Steckbrief zu Johann Georg Faust. Unter dem folgenden Link gelangen Sie an weitere Informationen.