Lebhafter Grenzverkehr

Literaturgeschichte, Sprachreflexion

Niederdeutsch, die Weltsprache des hansischen Wirtschaftsraumes

Die deutsche Sprache als Sprache der Literatur

Im Verlauf des Unterrichts haben wir einige Eigenarten der deutschen Sprache kennen gelernt. Sie ist eine Mischsprache. Sie ist auf dem Rückzug, sowohl was ihren äußeren Einfluss, als auch ihre innere Beschaffenheit angeht. Wir haben unsere Aufmerksamkeit kurz auf die Bedeutung des Niederdeutschen im Bereich der Hanse gerichtet, deren Wirtschaftsraum sich immerhin von Belgien bis zum Baltikum erstreckte. Allmählich zieht sich das Deutsche zurück, als Wissenschaftssprache, als differenzierte Hochsprache. In vielen Bereichen beginnt der Einfluss des Englischen das Deutsche immer mehr zurückzudrängen. Es weicht jedoch nicht widerstandslos zurück, sondern bezieht Stellung im Deutschunterricht. Vor allem als Sprache der Literatur nämlich ist die deutsche Sprache erhalten geblieben. Was aber soll das sein: die deutsche Literatur? Verstehen wir darunter das Werk Thomas Manns, den diese Auslegung des Begriffs sicherlich hocherfreut hätte? Oder geht es auch um Max Frisch, Thomas Bernhard und Peter Handke?

Ulrich Greiner deckt in der folgenden Glosse die Äquivokationen auf, die die Diskussion über diesen Begriff behindern könnten.

Arbeitsanregungen:

  • Lesen Sie Greiners Glosse. Untersuchen und bewerten Sie seine Argumentation (Lösungsansätze).
  • Entwickeln Sie eine Umfrage, die der Frage nach der deutschen Literatur gerecht wird.